Ich stehe in der Tür und beobachte meinen tölpelhaften Bruder und meinen ungeschickten Erziehungsberechtigten, wie sie versuchen meinen alten Schrank in einem anderen Zimmer neu aufzubauen. Dem Zimmer von ihr und ihm. Nach weniger als zwanzig Sekunden jedoch trete ich zu ihnen, und helfe dabei, die Türen richtig reinzustellen. Sie lassen es zu. Immerhin gehörte dieser Schrank bis vor kurzem jahrelang mir. Ich muss alle türen rausnehmen, da sie komplett falsch eingeordnet sind. Zusammen probieren wir, wie es am besten geht. Den Krach, den wir dabei veranstalten, entgeht ihr natürlich nicht. Sie ist schon den ganzen Tag so angepisst.
Jetzt trampelt sie die Treppe hoch, kommt zur Tür rein und faucht: »Was macht ihr denn für 'nen Lärm?! Meine Güte, gib das her!« Sie reißt mir die Schiebetür aus der Hand, die ich soeben reinstellen wollte. ich trete einen Schritt zurück. Schweige.»Was habt ihr hier denn gemacht?!«, will sie wissen, und veranstaltet mehr Lärm als wir vor wenigen Sekunden. Vor Wut stemmt sie sich gegen den Schrank, hebt dieses komische Zwischending an. Alles wackelt. Mein Bruder will etwas sagen, hebt die Arme. Mein Erziehungsberechtigter sagt: »Komm, lass das. Ich mach das schon.« Aber sie denkt nicht daran. Von wegen sie kann eh alles besser, und wir würden ja nur alles falsch machen. In dem Moment passiert es. Die oberen Schiebetüren lösen sich und fallen direkt auf meinen Bruder. Ich vernehme einen dumpfen Schlag, und sehe, wie er sie genau auf den Kopf bekommt. die zweite kann er abwehren. Trotzdem verengen sich meine Augen. Mein Blick huscht zu ihr, dieser Schlampe, die nur meckert es wäre seine eigene Schuld. Am liebsten würde ich ihr die Tür aus den Händen reißen, und ihr so eine mit meiner Faust verpassen, dass sie gegen die Wand fliegt. Wie kann man nur so krank im Kopf sein?!
Ich drücke die Fingernägel in meine Handfläche, trete ein paar Schritte zurück. Mittlerweile hat sie es geschafft, irgendwie die Tür da reinzuquetschen. Sie verlässt den Raum, zischt noch: »Seht ihr, so geht's doch! Müssen keine hundert Menschen an dem Schrank rumrandallieren!«, und weg ist sie. Ich stehe nur da, sehe wie sich mein Erziehungsberechtigter den Kopf kratzt, und mein Bruder die oberen Schiebetüren wieder einbaut.»Wollt ja nur helfen«, murmle ich und verlasse den Raum.
In meinem Zimmer finde ich ein Foto vom Schrank, als er noch aufgebaut und unmisshandelt von ihr an meiner Wand stand. Ich schlurfe zurück in das Zimmer von ihr. »Die Türen in der Mitte, müssen sich berühren«, erkläre ich, und zusammen schaffen wir es, dass alles richtig ist.
Von wegen wir machen alles falsch. In dem Moment spüre ich, dass sie hier nichts verloren hat. Sie ist hier einfach eingezogen, eingedrungen, hat das Vertraute beiseite geräumt und nichtssagende Leere geschaffen. Sie hat es geschafft, dass alles nur noch ein schwacher Abklatsch von dem ist, was hier vorher einmal war. Sie hat es geschafft, dass ich mich nicht mehr wohl fühle. Und ich hoffe, ich schaffe es, ihr dasselbe Gefühl entgegenzubringen. Du gehörst hier nicht her. Ich hasse dich.
Heute graben sie ein Loch für mich, beschmutzen es mit Wörtern, die hineinpurzeln und für immer dort verweilen. Zeit verliert an Bedeutung.
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Samstag, 11. August 2012
Sonntag, 10. Juni 2012
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| I HATE U |
Nach dem Mittagessen werde ich nach Hause gefahren. Ich bedanke mich und steige aus dem Auto, gehe um unser Haus rum. Ich zittere und mein Herz rast. Die Schlampe und mein Erziehungsberechtigter sitzen im Garten. "Bin wieder da", rufe ich.
"Ach, wirklich? Komm mal gleich her, wir wollen reden!" Ich setze mich zu ihnen.
"Was hast du Patrick gesagt?", fragt sie. Natürlich fragt sie das, was sollte sie sonst von mir wollen.
"Alles. Die ganze Situation hier." Ich gebe mir keine Mühe zu lügen. Der Streit bricht aus. Wir diskutieren, Wut lässt mich weinen, schreien. Wir müssen das jetzt selber hinkriegen! Es wird nicht mehr mit Patrick gesprochen! Wir sind eine Familie, wie halten jetzt zusammen! Bla bla bla. Was solls, mir bleibt noch meine Vertrauenslehrerin. Davon werden sie nichts mitbekommen. Ich spiele Engel, stimme einiges zu, lächle, obwohl ich das nicht will. Das Hauptthema wird verdrängt, dumme Dinge schleichen sich ein, Schleimereien und Träume.
"Ich hätte eine Bitte an dich. Würdest du im September meinen Brautschleier tragen?" Ich hasse es. Kurz vorher hatte sie mich gefragt ob ich das denn überhaupt erlauben würde, dass sie heiraten. Ganz ehrlich, NEIN. Würde ich nicht. Aber das habe ich nicht gesagt.
Ich nicke. Ich schleppe deinen dreckigen Schleier voller Verzweiflung und Angst hinter dir her, ich werde dich zu meiner Beerdigung begleiten. Hauptsache dir geht es gut, was will ich mehr?! Fick dich. Ach und danke für die fünf Euro, ich schätze das gilt als Schmerzensgeld?
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Donnerstag, 17. Mai 2012
Ihre Augen strömen Hass, Rachsucht und einen Funken Schadenfreude aus, als sie mir sagt, dass sie mit ihrer Schwester telefoniert hat, dass sie Schmerzen hat, und noch vieles mehr, und am Ende platzt sie schließlich damit raus. "Wir haben dir deinen Laptop weggenommen. Für die nächsten zwei Wochen. Mir reicht es jetzt, mir geht es scheiße! Und wenn du jetzt nochmal frech wirst, dann überleg ich mir das mit Düsseldorf, ich überleg es mir sowieso jeden Tag."
In meinem Kopf ist alles leer, dann beginne ich ihre Worte zuverstehendeuten. Sie hat mir den Laptop weggenommen. Ich habe nichts getan, .. außer mir heute ein Buch gekauft. Sie nimmt ihn mir für zwei Wochen weg, weil es ihr scheiße geht?! Das alles will in meinen Kopf keine Reihenfolge finden, keine Logik. Mir geht es auch scheiße, jeden verdammten Tag, jede Sekunde in der du hier bist. Du nimmst mir mein Leben, und denkst nur an dich. Denkst nur daran, wie schlecht es dir geht. Ich bleibe ruhig, frage sie, ob ich dann wenigstens für fünf Minuten den Laptop haben darf, um ihnen Bescheid zu sagen. Die Antwort lautet nein, stattdessen schlägt dieses Miststück mir vor, ich könnte Lyle ja anrufen. "Aber ich will mithören, die brauch nicht zu wissen, warum." Als würde ich dich zuhören lassen, während ich meine besten Freunde anrufe.. Ich gehe auf mein Zimmer.
Später versuche ich via Dsi heimlich ins Internet zu kommen, irgendwen irgendwo eine Nachricht zu schreiben. Es funktioniert nicht.
Später spricht sie mich an. "Die zwei Wochen werden dir mal gut tun. Meine Schwester sagte, ihre Tochter hätte zugegeben, dass es ihr auch gut tat." Ja verdammt. Normalen Menschen die in einer Stadt wohnen, jemanden zum Reden haben, tausend Freunde und eigentlich nur in Facebook on sind, denen macht das auch nichts aus eine Weile kein Internet zu haben. Aber mir, verdammt. Mir macht es was aus. Weil ich in einen Kaff lebe und nie hier wegkomme. Weil ich dich jeden Tag sehen muss, jeden Tag dein hasserfülltes Gesicht. Weil die einzigen Menschen, mit denen ich reden kann, im Internet auf mich warten. Euch ist nichts recht. Ihr wollt nicht, dass ich Gemüse und Obst esse. Ihr wollt nicht, dass ich Sport mache. Ihr wollt nicht, dass ich echte Bücher lese (lieber illegal eBooks downloade). Ihr wollt nicht, dass ich im Internet bin. Ihr wollt meine Noten wissen, und dann wieder doch nicht. Ihr wollt, dass ich mit euch rede, und dann soll ich meine Fresse halten. Wie wollt ihr mich haben? Fett, dumm, hässlich? Den ganzen Tag nur Chips, fettigen Braten und Pommes fressend? Soll ich Löcher in die Luft starren? Soll ich eure Putzfrau sein? Warum sperrt ihr mich nicht gleich in einen Käfig?
Continue: Sie kam eben in mein Zimmer. "Du kannst den Laptop jetzt doch behalten. Aber dein Opa und ich haben abgemacht, wenn du frech bist, wiedersprichst und/oder das letzte Wort hast nehmen wir dir den Laptop jedes Mal für zwei Tage weg. Damit du's mal lernst! Irgendwann geht das in deinen Kopf schon rein." Und wann geht es in euren Kopf rein, dass ich ein Leben führe? Dass ich mal aus diesen Leben fliehen muss? Dass ich auch ein Recht habe, ein Recht auf meine Meinung, ein Recht darauf meine Gefühle zu äußern, meine Gedanken. Ein Recht auf mein Leben. Ihr werdet es nie verstehen. Ab jetzt muss ich dir immer in den Arsch kriechen, dich wahrscheinlich noch abknutschen, wenn du mich mal wieder als Missgeficke, Hure oder Ausgeburt der Hölle beleidigst. Sachen nach mir wirfst, mich gegen die Wand schlägst. Ab jetzt werde ich deinen Befehlen folgen müssen, viel Spaß dabei.Sonntag, 13. Mai 2012
Heute graben sie ein Loch für mich, beschmutzen es mit Wörtern, die hineinpurzeln und für immer dort verweilen. Bestrafen werden diese Wörter mich, mich ab jetzt verfolgen, mein Leben zur Hölle krepieren lassen. Ihre kranke Weltansicht wie Kinder zu leben haben, kotzen die Erwachsenen mit ins Grab.
Dann nähen sie mir den Mund zu, kleiden mich entsprechend meines Begräbnisses und geben mir den letzten Schliff. Ich muss doch perfekt sterben, immerzu Befehle ausführen.
I HATE YOU .
Mittwoch, 2. Mai 2012
Menschen verbergen ihre Gefühle und bauen Mauern in sich.
Ich ziehe die rosa Shorts ein Stück höher und fahre mit dem Finger über die glatte Narbe. Am liebsten würde ich in den Spiegel schlagen. Doch ich lasse es. Sie und mein Erziehungsberechtigter sind nur wenige Meter entfernt, die Tür steht offen. Außerdem, wie sollte man die Scherben erklären?
Sie ist seit vorgestern wieder da und bringt wieder alles durcheinander. Heute morgen hatte sie wieder Stimmungsschwankungen. Am liebsten würde ich ihr meine Meinung sagen, aber ich will mir das mit Düsseldorf jetzt nicht versauen. Und den Rest meines Lebens.
Meine Beckenzerrung spüre ich kaum noch. Dafür bekomme ich seit ein paar Tagen ständig Krämpfe. Es kommt mir vor als wäre mein Leben in Phasen eingeteilt. In einzelne Phasen, in denen mir bestimmte Dinge passieren und vorübergehen. Und Phasen in denen mein Körper tut was er will. Phasenweise Schlafstörungen, phasenweise Krämpfe, Phasenweise Kreislaufprobleme. Phasenweise wird mir auch mein Leben genommen, immer ein Stück mehr.
In der Schule habe ich Al's Hand gehalten, die ganze Zeit. Ich saß in meinen neuen Hoodie dort, und mir war viel zu warm, trotzdem wollte ich ihn nicht ausziehen, nicht aufhören ihre Hand zu halten. Mir gefällt es. Ihre Hand ist voller schwarzer Kunst, kindischer Kunst von mir. Und es sieht gut aus, mir gefällt es. Und ich will öfters ihre Hand halten, ich fühle mich wohl. Fast wie Zuhause. Vielleicht ist das ja auch nur Wunschdenken, aber ich liebe es mit Mädchen Händchen zu halten.
Sie ist seit vorgestern wieder da und bringt wieder alles durcheinander. Heute morgen hatte sie wieder Stimmungsschwankungen. Am liebsten würde ich ihr meine Meinung sagen, aber ich will mir das mit Düsseldorf jetzt nicht versauen. Meine Beckenzerrung spüre ich kaum noch. Dafür bekomme ich seit ein paar Tagen ständig Krämpfe. Es kommt mir vor als wäre mein Leben in Phasen eingeteilt. In einzelne Phasen, in denen mir bestimmte Dinge passieren und vorübergehen. Und Phasen in denen mein Körper tut was er will. Phasenweise Schlafstörungen, phasenweise Krämpfe, Phasenweise Kreislaufprobleme. Phasenweise wird mir auch mein Leben genommen, immer ein Stück mehr.
In der Schule habe ich Al's Hand gehalten, die ganze Zeit. Ich saß in meinen neuen Hoodie dort, und mir war viel zu warm, trotzdem wollte ich ihn nicht ausziehen, nicht aufhören ihre Hand zu halten. Mir gefällt es. Ihre Hand ist voller schwarzer Kunst, kindischer Kunst von mir. Und es sieht gut aus, mir gefällt es. Und ich will öfters ihre Hand halten, ich fühle mich wohl. Fast wie Zuhause. Vielleicht ist das ja auch nur Wunschdenken, aber ich liebe es mit Mädchen Händchen zu halten.
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Samstag, 28. April 2012
Ich warte bis sie weg sieht und lege die kleinen Zuckertüten wieder zurück in die Schublade. Ich brauche keinen Zucker in meinem Tee. Wir gehen raus und setzen uns auf die Bank. Gestern wurde sie operiert, seit dem kann sie wieder laufen, als hätte sie nie einen Bandscheibenvorfall gehabt. Ich dagegen habe mittlerweile bei jedem Schritt Schmerzen.
Sie fängt an zu erzählen, ich höre nur halb zu. Ich kriege mit sie hätte gestern das halbe Krankenhaus zusammen geschrien, und merke wie stolz sie dabei wirkt. Ich verdrehe die Augen, aber sie sieht es nicht. Ich frage ob sie schon wüsste, wann sie entlassen wird. Bitte, bitte erst in ein paar Tagen ..."Montag oder Dienstag", antwortet sie knapp und zieht an ihrer Zigarette. Danke. Danke für die drei freien Tage.
Später hole ich mir noch eine Tasse Tee, wieder holt sie für mich kleine Tüten mit Zucker aus einer Schublade, wieder lege ich sie unbemerkt zurück. Ich hasse es, wenn man mir etwas schon 'bereitlegen'.
Als mein Erziehungsberechtigter, mein Bruder und ich wieder fahren, reden wir darüber, was es zum Mittagessen geben soll. Ich überlege mir, was ich die nächsten Tage, so lange ich frei bin, essen werde. Und ob ich mehr Schmerztabletten nehmen soll, damit dieser Schmerz vorbeigeht ...
Sie fängt an zu erzählen, ich höre nur halb zu. Ich kriege mit sie hätte gestern das halbe Krankenhaus zusammen geschrien, und merke wie stolz sie dabei wirkt. Ich verdrehe die Augen, aber sie sieht es nicht. Ich frage ob sie schon wüsste, wann sie entlassen wird. Bitte, bitte erst in ein paar Tagen ..."Montag oder Dienstag", antwortet sie knapp und zieht an ihrer Zigarette. Danke. Danke für die drei freien Tage.
Später hole ich mir noch eine Tasse Tee, wieder holt sie für mich kleine Tüten mit Zucker aus einer Schublade, wieder lege ich sie unbemerkt zurück. Ich hasse es, wenn man mir etwas schon 'bereitlegen'.
Als mein Erziehungsberechtigter, mein Bruder und ich wieder fahren, reden wir darüber, was es zum Mittagessen geben soll. Ich überlege mir, was ich die nächsten Tage, so lange ich frei bin, essen werde. Und ob ich mehr Schmerztabletten nehmen soll, damit dieser Schmerz vorbeigeht ...
Montag, 23. April 2012
Gelangweilt sitze ich im Wohnzimmer und surfe im Internet. Ich höre ein Auto die Einfahrt hochfahren. Sie kommt um die Ecke, schließt die Tür auf. Ich höre sie wieder zuknallen, mürrisches Gemecker, sie stürmt ins Wohnzimmer. Hat wohl ihren Krankenschein vergessen. Flucht und meckert, knallt die Tür wieder zu und geht.
Ihre Launen, ihre Selbstsucht, ihre Worte .. alles hasse ich an ihr. Von einen auf den anderen Moment kann sie von nett auf herablassend wechseln. Sie ist eingebildet, glaubt ein 'Menschenkenner' zu sein, und allein von einem Gespräch beim telefonieren heraushören zu können, wie eine Person so drauf ist. Aha.
Jetzt sind sie wieder weg, ich bin alleine. Sie sind zum Krankenhaus gefahren sie hat dort einen Termin. Hoffentlich wird sie da behalten, operiert und so weiter. Damit sie endlich mal hier weg ist, damit ich sie eine Weile nicht zu sehen brauch. Sie soll dort bleiben undgesund werden, damit sie hier nicht mehr durch die Wohnung läuft, ihre Launen auf ihre Bandscheibenvorfälle schiebt, uns Vorwürfe macht, .. Und damit ich endlich bedingungslos und hundertprozentig nach Düsseldorf darf. Ja, Nein, Ja, Nein, Ja, Nein. Hier kann man sich nie sicher sein, man kann kein ja ernst nehmen, aber muss sich bei einem nein darauf einstellen, verloren zu haben. Unsicherheit pur. Bin ich froh, wenn ich hier weg bin.
Ihre Launen, ihre Selbstsucht, ihre Worte .. alles hasse ich an ihr. Von einen auf den anderen Moment kann sie von nett auf herablassend wechseln. Sie ist eingebildet, glaubt ein 'Menschenkenner' zu sein, und allein von einem Gespräch beim telefonieren heraushören zu können, wie eine Person so drauf ist. Aha.
Jetzt sind sie wieder weg, ich bin alleine. Sie sind zum Krankenhaus gefahren sie hat dort einen Termin. Hoffentlich wird sie da behalten, operiert und so weiter. Damit sie endlich mal hier weg ist, damit ich sie eine Weile nicht zu sehen brauch. Sie soll dort bleiben und
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Freitag, 20. April 2012
Das Leben ist fallen. Ewiges fallen.
Ich sitze auf dem kalten Boden und reiße Blätter aus meinem Block. Aus den Blättern falte ich Origami Vögel. Die kann ich am besten, und ich liebe sie. Viele hängen von meiner Decke, diese hier werde ich auch dort hinhängen. Es sind Vögel die nicht fliegen können. Niemals, ihre Flügel sind nutzlos.
Die losen Blätter auf dem Boden vor mir tränken sich mit salzigen Tränen. Ich hasse sie, ich hasse sie, ich hasse sie. Ich versuche mich abzulenken. Ecken bis zur Mitte falten, umdrehen, und noch einmal...
Das Miststück kommt in mein Zimmer geplatzt. Sagt mir Dinge, setzt mich unter Druck, macht Stress. Dein Onkel ist da, er erlaubt dir nicht etwas zu bestellen und bei deiner Freundin zu übernachten; Gib mir mal die Nummer von ihr, wir rufen ihre Mutter jetzt an. Du hast die Nummer nicht? Na dann frag sie. Irgendwann heute werden wir sie wohl noch erreichen!; Kann ihre Mutter dich nicht abholen? Warum sollten wir dich hinfahren, du willst doch zu ihr, wir haben nichts damit zu tun. Denk mal an dein Opa, er ist alt, er kann dich doch nicht immer überall hinfahren. Und ich habe zwei Bandscheibenvorfälle, was willst du mir zumuten? Wieso sollte sie dich nicht abholen? Wir würden dich ja auch denselben Weg hinbringen.; Du darfst da nicht hin. Dein Onkel will das nicht und wir bringen dich nicht hin. Kannst du deiner Freundin schreiben. Ach ja, und sei nicht so faul und schreib mal Bewerbungen! Ja, ich weiß dass du nach den Sommerferien auf eine neue Schule gehst, aber du weißt ja wann du da weg bist! Also schreib. Ach halt doch die Klappe, du hast doch keine Ahnung, Kind! Ich höre mir das alles an, will Dinge erklären, hinterfragen aber das Miststück hört mir nicht zu. Vor einem Monat habe ich schon wegen Übernachten gefragt. Es war in Ordnung. Aber es muss nur mein Onkel kommen, der sich darüber aufregt und es mir verbieten will, obwohl er kein Recht dazu hat. Ein Tag. Ein Mensch. Eine Meinung. Und es zerstört alles. Sie meint, ich kenne sie doch nur aus den Internet, ich wüsste doch gar nicht wie ihre Familie drauf ist, was da so 'abgeht'. Aber ich weiß das, und ich muss sagen, das Miststück ist Gefährdung genug. Schlimmer kann kaum ein Mensch zu mir sein.
Die losen Blätter auf dem Boden vor mir tränken sich mit salzigen Tränen. Ich hasse sie, ich hasse sie, ich hasse sie. Ich versuche mich abzulenken. Ecken bis zur Mitte falten, umdrehen, und noch einmal...
Das Miststück kommt in mein Zimmer geplatzt. Sagt mir Dinge, setzt mich unter Druck, macht Stress. Dein Onkel ist da, er erlaubt dir nicht etwas zu bestellen und bei deiner Freundin zu übernachten; Gib mir mal die Nummer von ihr, wir rufen ihre Mutter jetzt an. Du hast die Nummer nicht? Na dann frag sie. Irgendwann heute werden wir sie wohl noch erreichen!; Kann ihre Mutter dich nicht abholen? Warum sollten wir dich hinfahren, du willst doch zu ihr, wir haben nichts damit zu tun. Denk mal an dein Opa, er ist alt, er kann dich doch nicht immer überall hinfahren. Und ich habe zwei Bandscheibenvorfälle, was willst du mir zumuten? Wieso sollte sie dich nicht abholen? Wir würden dich ja auch denselben Weg hinbringen.; Du darfst da nicht hin. Dein Onkel will das nicht und wir bringen dich nicht hin. Kannst du deiner Freundin schreiben. Ach ja, und sei nicht so faul und schreib mal Bewerbungen! Ja, ich weiß dass du nach den Sommerferien auf eine neue Schule gehst, aber du weißt ja wann du da weg bist! Also schreib. Ach halt doch die Klappe, du hast doch keine Ahnung, Kind! Ich höre mir das alles an, will Dinge erklären, hinterfragen aber das Miststück hört mir nicht zu. Vor einem Monat habe ich schon wegen Übernachten gefragt. Es war in Ordnung. Aber es muss nur mein Onkel kommen, der sich darüber aufregt und es mir verbieten will, obwohl er kein Recht dazu hat. Ein Tag. Ein Mensch. Eine Meinung. Und es zerstört alles. Sie meint, ich kenne sie doch nur aus den Internet, ich wüsste doch gar nicht wie ihre Familie drauf ist, was da so 'abgeht'. Aber ich weiß das, und ich muss sagen, das Miststück ist Gefährdung genug. Schlimmer kann kaum ein Mensch zu mir sein.
Am liebsten würde ich sie anschreien, ich weiß was ich tue! Ich weiß, dass ich bei dieser Familie tausendmal besser aufgehoben wäre als hier! Und mal so nebenbei, die Schule wird mir bei der Entscheidung helfen, ob ich Erzieherin oder Krankenschwester werden will. Dazu dient dieses Jahr. Eine Entscheidung treffen, also halts Maul, du verdammte Hure. Aber das kann ich ihr nicht sagen, sie lässt mich eh nie ausreden, und selbst wenn, ..sie würde auf mich losgehen, und die Chance, dass ich nach Düsseldorf darf würde noch mehr sinken. Ich bin hoffnungslos hier festgekettet, habe keine Chance mich loszureißen. Ich muss tun was sie sagt, sonst zerstört sie das Leben, das sie jeden Tag immer mehr besitzt. Zerstörung. Komplett.
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Mittwoch, 18. April 2012
You're a fucking LIAR
Der Lehrer nimmt mich dran. Ich beginne vorzulesen.
Zuhause angekommen erwarte ich schon fast, dass irgendwas nicht stimmt. Mein Erziehungsberechtigter kommt die Treppe runter und rührt die kochenden Nudeln auf dem Herd um. Ich frage mich, ob er mir jetzt wieder einen Teller rausholt, das Essen daraufmacht und ihn mir gibt. Ich überlege schon was ich sage. Hey, ich kann mir auch selber Essen auftun, zum Beispiel. Dann höre ich wie das Miststück aus ihrem Zimmer schwankt, ich runzle die Stirn. Sie fällt fast die Treppe runter, meckert vor sich hin, für mich würde sie nicht nach Düsseldorf. Düsseldorf. Düsseldorf. Sie geht ins Wohnzimmer, meckert meinen Erziehungsberechtigten an, schmeißt die Süßigkeiten aus der Schüssel durch den ganzen Raum. Geht wieder in ihr Zimmer. Drehe mich zu meinem Erziehungsberechtigten, frage War sie drüben? Er nickt. Klasse. Super. Toll. Sie war drüben, bei unserem Alkoholikernachbarn und hat sich das Hirn dumm gesoffen. Ich nehme mir von der Rindfleischsuppe und gebe ein paar Nudeln rein. Sie kommt wieder runter, meckert und beschuldigt und lügt. Ich kriege alles, ich bin die, die verwöhnt wird, aber sie und mein Bruder würden nie etwas bekommen. Ja, natürlich, das ist 100%ig so. Ich bin die, die mit allem beladen wird, was ich brauche, was ich will. Sobald ich schnippse, lasst ihr alles zu Boden fallen und ich bekomme, wonach ich verlange. Logisch, so gehts ab. Als ob. Wer von uns brauch denn nur zu sagen 'Bring mal Weintrauben mit' Oder Zigarette, Hülsen, Gummibärchen, Zwiebelringe, Bananen, Alkohol. Ich? Nein, ganz sicher nicht. Wenn ich spontan sage 'Bring mir mal Erdbeeren mit' oder Chips oder Früchtsäfte, oder sonst was, würde mein Erziehungsberechtigter mir den Vogel zeigen und sagen ich hätte ja selber Geld.
In Gedanken werfe ich ihr Schimpfwörter zu und sowas wie steig von deinem hohen Ross runter. Sie labert mich zu, Alkoholgestank. Ich nehme mir meine Schüssel und will rüber gehen. Sie stellt sich mir in den Weg, reißt mir die Schüssel aus den Händen und knallt sie auf den Tisch. Du bleibst hier! Du gehst nicht ins Wohnzimmer, der Tisch und die Stühle stehen da nur zur Dekoration, das soll einen guten Eindruck machen, weil jeder denken soll, wir sind eine Familie! Aber das sind wir ja nicht, oder? brüllt sie. Wir und eine Familie? Nie im Leben. Sie hat diese Familie doch kaputt gemacht, sie zerstört alles, und schiebt es dann auf uns.
ICH HASSE SIE.
Um 15:00 Uhr bin ich mit einer Freundin in die Stadt, ich muss von dieser psychisch Gestörten einfach weg. Wir fragen in vielen Läden nach, ob sie noch jemanden für den Zukunftstag annehmen würden. Alle sagen nein, nur bei der Schneiderei bekomme ich ein ja. Immerhin. Wir gehen einkaufen, nehme mir drei 500g-Naturjoghurts, für nächste Woche. Eine neue Packung Knäckebrot, eine Tüte saure Stäbchen und eine Tüte Tortilla Chips. Alles vorrätig. Meine Schublade quillt jetzt schon über ...
Al schenkt mir einen Keks. Wir rufen ihren Dad an, lassen uns abholen und ich bin bereits um 17 Uhr Zuhause. Der halbe Tag ist gerettet.
Lüge: eine grobe, faustdicke, glatte, niederträchtige, gemeine, raffinierte Lüge; sich eine Lüge ausdenken; Lügen erfinden, jemandem haarsträubende Lügen auftischen; jemanden der Lüge bezichtigen; er verstrickte sich immer mehr in Lügen. Sprichwörter: Lügen haben kurze Beine (es lohnt sich nicht, zu lügen; die Wahrheit kommt oft rasch zu Tage); Lüge vergeht, Wahrheit besteht.Während die nächste Definition vorgelesen wird, schreibe ich die, die ich vorgelesen habe, auf ein abgerissenes Stück Papier.
Zuhause angekommen erwarte ich schon fast, dass irgendwas nicht stimmt. Mein Erziehungsberechtigter kommt die Treppe runter und rührt die kochenden Nudeln auf dem Herd um. Ich frage mich, ob er mir jetzt wieder einen Teller rausholt, das Essen daraufmacht und ihn mir gibt. Ich überlege schon was ich sage. Hey, ich kann mir auch selber Essen auftun, zum Beispiel. Dann höre ich wie das Miststück aus ihrem Zimmer schwankt, ich runzle die Stirn. Sie fällt fast die Treppe runter, meckert vor sich hin, für mich würde sie nicht nach Düsseldorf. Düsseldorf. Düsseldorf. Sie geht ins Wohnzimmer, meckert meinen Erziehungsberechtigten an, schmeißt die Süßigkeiten aus der Schüssel durch den ganzen Raum. Geht wieder in ihr Zimmer. Drehe mich zu meinem Erziehungsberechtigten, frage War sie drüben? Er nickt. Klasse. Super. Toll. Sie war drüben, bei unserem Alkoholikernachbarn und hat sich das Hirn dumm gesoffen. Ich nehme mir von der Rindfleischsuppe und gebe ein paar Nudeln rein. Sie kommt wieder runter, meckert und beschuldigt und lügt. Ich kriege alles, ich bin die, die verwöhnt wird, aber sie und mein Bruder würden nie etwas bekommen. Ja, natürlich, das ist 100%ig so. Ich bin die, die mit allem beladen wird, was ich brauche, was ich will. Sobald ich schnippse, lasst ihr alles zu Boden fallen und ich bekomme, wonach ich verlange. Logisch, so gehts ab. Als ob. Wer von uns brauch denn nur zu sagen 'Bring mal Weintrauben mit' Oder Zigarette, Hülsen, Gummibärchen, Zwiebelringe, Bananen, Alkohol. Ich? Nein, ganz sicher nicht. Wenn ich spontan sage 'Bring mir mal Erdbeeren mit' oder Chips oder Früchtsäfte, oder sonst was, würde mein Erziehungsberechtigter mir den Vogel zeigen und sagen ich hätte ja selber Geld.
In Gedanken werfe ich ihr Schimpfwörter zu und sowas wie steig von deinem hohen Ross runter. Sie labert mich zu, Alkoholgestank. Ich nehme mir meine Schüssel und will rüber gehen. Sie stellt sich mir in den Weg, reißt mir die Schüssel aus den Händen und knallt sie auf den Tisch. Du bleibst hier! Du gehst nicht ins Wohnzimmer, der Tisch und die Stühle stehen da nur zur Dekoration, das soll einen guten Eindruck machen, weil jeder denken soll, wir sind eine Familie! Aber das sind wir ja nicht, oder? brüllt sie. Wir und eine Familie? Nie im Leben. Sie hat diese Familie doch kaputt gemacht, sie zerstört alles, und schiebt es dann auf uns.
ICH HASSE SIE.
Um 15:00 Uhr bin ich mit einer Freundin in die Stadt, ich muss von dieser psychisch Gestörten einfach weg. Wir fragen in vielen Läden nach, ob sie noch jemanden für den Zukunftstag annehmen würden. Alle sagen nein, nur bei der Schneiderei bekomme ich ein ja. Immerhin. Wir gehen einkaufen, nehme mir drei 500g-Naturjoghurts, für nächste Woche. Eine neue Packung Knäckebrot, eine Tüte saure Stäbchen und eine Tüte Tortilla Chips. Alles vorrätig. Meine Schublade quillt jetzt schon über ...
Al schenkt mir einen Keks. Wir rufen ihren Dad an, lassen uns abholen und ich bin bereits um 17 Uhr Zuhause. Der halbe Tag ist gerettet.
ein großes ♥ an meine Little
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Montag, 9. April 2012
Der Fremde Besuch sitzt mir gegenüber, ihr Hund unterm Tisch. Gestern beim spazieren gehen ist er wegen Pferden so ausgeflippt, dass er sich aus seinem Geschirr gerissen hat.
Sie sieht mich an, und ich erwarte schon, dass sie gleich etwas sagt. "Was ist, Sabrina?" Ich hasse es, wenn mich Fremde so ansprechen, als würden sie mich länger als wenige Tage kennen.
"Was soll sein?", antworte ich müde. Nehme meinen Teller, gehe in die Küche und kratze das Fleisch in den Müll. Ich hasse Fleisch. 70g Kartoffeln und 30g Bohnen.
Später, nachdem ich mir einen Apfelpfannkuchen mit Zimt gemacht habe, höre ich das Tapsen vom Hund. Ich öffne meine Tür und sehe wie mein Erziehungsberechtigter den Hund wieder zu unseren Besuch bringt. Er ist wieder abgehauen, konnte erst im Nachbarort gehalten werden.
Ich möchte auch einen Hund, einen kleineren. Mit dem ich jeden Tag ein wenig spazieren gehen kann.
[continue]
Blut. Schmecke das metallische. Es fließt, hört nicht auf. Rotes Taschentuch. Blut. Blut. Blut. Blut.
Sie sieht mich an, und ich erwarte schon, dass sie gleich etwas sagt. "Was ist, Sabrina?" Ich hasse es, wenn mich Fremde so ansprechen, als würden sie mich länger als wenige Tage kennen.
"Was soll sein?", antworte ich müde. Nehme meinen Teller, gehe in die Küche und kratze das Fleisch in den Müll. Ich hasse Fleisch. 70g Kartoffeln und 30g Bohnen.
Später, nachdem ich mir einen Apfelpfannkuchen mit Zimt gemacht habe, höre ich das Tapsen vom Hund. Ich öffne meine Tür und sehe wie mein Erziehungsberechtigter den Hund wieder zu unseren Besuch bringt. Er ist wieder abgehauen, konnte erst im Nachbarort gehalten werden.
Ich möchte auch einen Hund, einen kleineren. Mit dem ich jeden Tag ein wenig spazieren gehen kann.
[continue]
Blut. Schmecke das metallische. Es fließt, hört nicht auf. Rotes Taschentuch. Blut. Blut. Blut. Blut.
Donnerstag, 5. April 2012
Fuck this shit
Ich zucke zusammen, als ich das klappern an meiner Heizung höre. Mein Erziehungsberechtigter wartet schon unten, hat mich gerufen. "Kommst du mit einkaufen?" Ich sage ja.
Als wir wieder zurück sind, rieche ich Chemie. Sie hat den Flur gewischt. Und das Bad. Und die Küche. Ich vernehme ein Seufzen meines Erziehungsberechtigten. "Warum macht die das?!" fragt er sich selber. Ich fragte es mich auch. Zwei Bandscheibenvorfälle, und dennoch so stur, dass sie unbedingt wischen muss.
Wenig später bin ich auf meinem Zimmer. Die Tür steht einen Spalt offen, ich höre sie wieder meckern. Darüber, warum ich vorher nicht gewischt habe. Und vieles mehr. Mir ist das gleich, niemand kann sie zufrieden stimmen. Sie ist immer unzufrieden. Das einzige was ich fühle ist der Schmerz, wenn ich auf meine Unterlippe beiße, wenn ich meine Fingernägel in die Haut kralle, wenn ich Schorf abkratze, von Wunden die längst nicht verheilt sind ...
Ich überlege so zu tun, als wäre sie gar nicht da. Ich möchte bluten. Das ist wohl so, wenn ich mich einsam fühle.
Ich will Sommer.Ich will verliebt sein. Ich will den Wind in meinen Haaren spüren. Ich möchte nachts auf meiner Fensterbank sitzen. Ich möchte mich in Felder verlieren, dort bleiben bis die Sonne untergegangen ist. Ich möchte in die Stadt fahren, nur um ein Eis zu kaufen. Ich möchte mit Musik in den Ohren den Tag verschlafen. Ich möchte mit Unterwäsche einschlafen. Ich brauche jemanden der mir sagt, dass das Leben gar nicht so schlimm ist. Es ist als wär man an seinem eigenen Nordpol. Alles kalt, alles trist, alles gleich. Weiß und kalt. Niemand da, der dich auffängt, wenn du fällst, niemand der dich hört, wenn du schreist, niemand da, der erkennt wie es dir geht. Niemand in Reichweite. Mein Herz setzt einen Schlag aus. Vielleicht gibt es ja jemanden, irgendwo weiter weg, der auf mich wartet? Bumm, Bumm. Bumm, Bumm. Für wen schlägt dein Herz?
Als wir wieder zurück sind, rieche ich Chemie. Sie hat den Flur gewischt. Und das Bad. Und die Küche. Ich vernehme ein Seufzen meines Erziehungsberechtigten. "Warum macht die das?!" fragt er sich selber. Ich fragte es mich auch. Zwei Bandscheibenvorfälle, und dennoch so stur, dass sie unbedingt wischen muss.
Wenig später bin ich auf meinem Zimmer. Die Tür steht einen Spalt offen, ich höre sie wieder meckern. Darüber, warum ich vorher nicht gewischt habe. Und vieles mehr. Mir ist das gleich, niemand kann sie zufrieden stimmen. Sie ist immer unzufrieden. Das einzige was ich fühle ist der Schmerz, wenn ich auf meine Unterlippe beiße, wenn ich meine Fingernägel in die Haut kralle, wenn ich Schorf abkratze, von Wunden die längst nicht verheilt sind ...
Ich überlege so zu tun, als wäre sie gar nicht da. Ich möchte bluten. Das ist wohl so, wenn ich mich einsam fühle.
Ich will Sommer.
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Dienstag, 3. April 2012
An der Tür klopft es. Mein Erziehungsberechtigter kommt rein, reicht mir einen Teller voller Süßen Kalorienbomben. Erdbeerkuchen und anderes Gebäck mit Zuckerguss. Er geht wieder. Das Gebäck sieht so lecker aus, dass ich es verschlingen möchte. Gleichzeitig frage ich mich was der ganze Mist soll. Ich bekomme immer mehr das Gefühl, dass sie mir extra viel/fettiges Essen geben.
Später schlurfe ich mit dem Teller runter. Die Erdbeeren habe ich runtergepult und gegessen. Ich gehe Richtung Bad, stopfe das Essen in mich rein, zerkaue es und spuck es in die Toilettenschüssel.
Bin mir nicht sicher, ob sie noch über mich herzieht. Momentan schleimt sie. Und ich weiß nicht wieso, aber so finde ich das alles einfacher.
Donnerstag, 29. März 2012
und plötzlich war alles verschwunden ...
Ich höre sie, wie sie falsch lacht, wie sie jemandens Stimme nachstellt. Meine Stimme. Ich höre, wie sie sich lächerlich macht, wie sie mich lächerlich machen will. Ich höre was ihr an mir nicht gefällt, was ich tue, was ich nicht tue und was ihr daran nicht passt. Ich höre Dinge, von denen sie vorgibt sie mir gesagt zu haben, es aber nie getan hat. Wie sie mich in den Schatten zu stellen versucht, und sich selber dabei vernünftig wirken lassen will. Wie sie vorgibt mich zu tadeln, mir beizubringen, dass meine Meinung falsch ist. In Wahrheit jedoch hat sie mich nicht getadelt; sie hatte einfach zugestimmt, mit mir gelacht, Vorschläge gemacht. Hinterlistige. Sie tut nur so als würde sie mich mögen. Sie schleimt und schleimt und schleimt, und lügt meinem Erziehungsberechtigtem dann vor, wie hartnäckig ich doch sei, obwohl sie mir ja von so vielem abgeraten hätte. Sie lügt.
Und plötzlich ist alles verschwunden. Die Narben auf meinem Arm, die Stimmen in meinem Kopf, die Angst. Alles, ich höre ihr nur noch benommen zu wie sie lügt.
Aber egal was ich tuen möchte, sie wird immer einen Weg finden, mich als ein hinterlistiges Kind hinzustellen.
Ich greife zur Glasscherbe und drücke sie in meine Haut.
Ich möchte fallen. ganz tief, so tief es mir möglich ist. Ich möchte sinken. Der Leichtigkeit, der krankhaften Faszination entgegen. Ich möchte am Abgrund meiner selbst stehen.
56,2
Und plötzlich ist alles verschwunden. Die Narben auf meinem Arm, die Stimmen in meinem Kopf, die Angst. Alles, ich höre ihr nur noch benommen zu wie sie lügt.
Aber egal was ich tuen möchte, sie wird immer einen Weg finden, mich als ein hinterlistiges Kind hinzustellen.
Ich greife zur Glasscherbe und drücke sie in meine Haut.
Ich möchte fallen. ganz tief, so tief es mir möglich ist. Ich möchte sinken. Der Leichtigkeit, der krankhaften Faszination entgegen. Ich möchte am Abgrund meiner selbst stehen.
56,2
Samstag, 17. März 2012
Sie braucht Stoff zum pesten.
Egal was sie bei mir sieht, was sie von mir hört, was ich tue, was ich nicht tue, was ich trage, oder was ich ihr erzähle. Über alles kann sie pesten, und sei es das banalste.
Sie: "Das ist doch nicht normal mit den beiden unterschiedlichen Schuhen, so läuft doch niemand rum! Kauft sie sich extra zwei Schuhe dafür."
Er: "Ne, ihre Freundin hat sich die einen gekauft, und sie die anderen. Und dann haben sie den einen jeweils getauscht."
Sie: "Das ist doch nicht normal mit den beiden unterschiedlichen Schuhen, so läuft doch niemand rum! Kauft sie sich extra zwei Schuhe dafür."
Er: "Ne, ihre Freundin hat sich die einen gekauft, und sie die anderen. Und dann haben sie den einen jeweils getauscht."
Sie: "Ja trotzdem! Als würde ihre Freundin damit rumlaufen; ich hab noch nie jemanden gesehen mit verschiedenen Schuhen. So laufen vielleicht die in Hollywood rum. Daher hat sie das bestimmt auch. Hat sie einmal wo gesehen, muss sie gleich nachmachen. Oder wie sie neulich ankam >*Stimme nachäff* Ich hab ne zwei geschrieben< , sie soll mal von ihren hohen Ross runter!"
Hahhahahaaa, ist klar & so. 1. Das mit den unterschiedlich farbigen Schuhen war nicht mal meine Idee. Alex hatte mich darauf angesprochen und ich fand sie gut, und wir haben uns halt beide welche gekauft & getauscht. In Hollywood hab ich niemanden so rumrennen sehen, aber ich kenn schon einige die das so machen. Außerdem, du Miststück, du meintest doch selbst wär ja nicht schlecht, mach ich vielleicht auch mal, oder? & Vor ein paar Wochen habt ihr euch noch gefragt warum ich euch meine Noten nicht mehr sage. Tja, jetzt hab ichs mal und ihr seit immer noch nicht zufrieden oder was? Steig selbst von deinem hohen Ross runter!
Du kannst mich mal. Du suchst nach Lästerstoff, pickst jedes Wort einzeln herraus, verdrehst sie vielleicht noch ein wenig, ein bisschen Drama, ein bisschen frecher Unterton: Tadaa! Und schon kannste ablästern. Miststück. Schlampe. Hurentochter. Junkie, Alki, Missgeficke. Fahr einfach zur Hölle, so wie du es mir auch schon geraten hast.
Aber Erziehung bedeutet, auf ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft vorzubereiten - nicht halbwüchsige Kinder abzuschotten, als seien sie noch im Kindergartenalter.
Sonntag, 26. Februar 2012
Post an mich selbst.
Und dann erkannte ich: Sie sind intolerant und sehen in mir nur eine sture, freche, ... Person. Sie sehen nicht mich. Sie sehen die Gestalt, die sich in ihren Köpfen aus ihren selbsterdachten Antworten geformt hat.
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Unfairness,
Unsicherheit
Donnerstag, 9. Februar 2012
Alkoholgestank.
Heute ist ein verschneiter ein trister ein scheiß Donnerstag.
Schule war in Ordnung, ich bin froh in Mathe nahezu alles zu verstehen. Ich hoffe ich schreib Montag eine Zwei in der Arbeit.
Nach der Schule, als ich Zuhause ankam, war nur mein Bruder da. Mein Erziehungsberechtigter und das Miststück haben unseren Besuch zum Bahnhof gebracht. Mein Bruder hat uns so Raviolis aus der Dose aufgewärmt.
Hab dann im Wohnzimmer Hausaufgaben gemacht. Ich liebe unser Wohnzimmer, wenn niemand anwesend ist. So schön ruhig. Dann hab ich Scrubs geguckt, bis sie wiederkamen. Bin in mein Zimmer geflüchtet. Sie war betrunken.Natürlich. Selbstverständlich. Irgendwann kam sie dann auch rein und hat mich mit ihrer Alkoholfahne zugelabert, und wollte dass ich ihre Entschuldigung annehme. Sie hat mich gestern am Kragen gepackt und sowas. Aggressivität. Hab sie nicht angenommen. Hab ihr auch gesagt wieso. Dass es keinen Sinn hätte, weil sie ja eh immer wieder so reagiert. Sie wollte reden. Hab wieder abgelehnt. Bringt nichts, da kommt nur Scheiße bei raus. Wenn ihr etwas nicht passt, dann heißt es ich diskutiere wieder. Und das gefällt ihr dann wohl nicht so. ... Irgendwann ist sie dann auch aus meinem Zimmer gegangen. Ich will sie nicht mehr hier haben.
Nach einer Stunde bin ich mit meinem Erzeihungsberechtigten in die Stadt gefahren, unterwegs haben wir uns über sie unterhalten. Was uns alles an ihr aufregt, was ihre Fehler sind. Und er hat mir erzählt, dass er ihr jetzt ein Ultimatum gestellt hat. Auch ihm reicht es jetzt.
Es macht Spaß wenn mein Erziehungsberechtigter und ich uns so gut verstehen. Er ist ein guter Mensch.
Später ist sie dann wieder rüber zum Alkoholikernachbarn. Mein Erziehungsberechtigter hat ihr gesagt sie sollte da nicht hin, er will das nicht mehr; ist schon klar wieso. Sie ist trotzdem rüber. Er tut mir leid. Er hat geweint. Er hält das nicht aus, was sie mit uns macht. Mit ihm.
Schule war in Ordnung, ich bin froh in Mathe nahezu alles zu verstehen. Ich hoffe ich schreib Montag eine Zwei in der Arbeit.
Nach der Schule, als ich Zuhause ankam, war nur mein Bruder da. Mein Erziehungsberechtigter und das Miststück haben unseren Besuch zum Bahnhof gebracht. Mein Bruder hat uns so Raviolis aus der Dose aufgewärmt.
Hab dann im Wohnzimmer Hausaufgaben gemacht. Ich liebe unser Wohnzimmer, wenn niemand anwesend ist. So schön ruhig. Dann hab ich Scrubs geguckt, bis sie wiederkamen. Bin in mein Zimmer geflüchtet. Sie war betrunken.
Nach einer Stunde bin ich mit meinem Erzeihungsberechtigten in die Stadt gefahren, unterwegs haben wir uns über sie unterhalten. Was uns alles an ihr aufregt, was ihre Fehler sind. Und er hat mir erzählt, dass er ihr jetzt ein Ultimatum gestellt hat. Auch ihm reicht es jetzt.
Es macht Spaß wenn mein Erziehungsberechtigter und ich uns so gut verstehen. Er ist ein guter Mensch.
Später ist sie dann wieder rüber zum Alkoholikernachbarn. Mein Erziehungsberechtigter hat ihr gesagt sie sollte da nicht hin, er will das nicht mehr; ist schon klar wieso. Sie ist trotzdem rüber. Er tut mir leid. Er hat geweint. Er hält das nicht aus, was sie mit uns macht. Mit ihm.
Dienstag, 13. Dezember 2011
nicht jeder Mensch kann glücklich sein.
oh dubidu (hubgiwi)
ich wäre gern wie duhuhu (habdibudibubao)
ich möchte gehn wie du (tschip)
stehn wie du (tschoop)
duhuhu (wibidibidi)
Am Sonntag ist die Schlampe mal wieder rüber zu unsrem Nachbarn, der ja wie immer Alkohol da hat. Scheiß Alkoholiker .. Als sie wieder kam war sie natürlich stockbesoffen und mein Erziehungsberechtigter und sie haben gestritten. Ich war da in mein Zimmer und hab da mit meinen Freunden geschrieben. Hab dann mein Zimmer abgeschlossen, als ich unten die weiterschreien hörte.
Kurz danach kam diese Schlampe allerdings hoch, wollte in mein Zimmer, schrie meinen Namen und wollte mich zwingen die Tür aufzumachen. Ich hab nichts dergleichen gemacht, stand da nur so. Die hats allerdings geschafft die Tür einzutreten und ich auf mich los und hat mal wieder sinnloses Zeug gelabert und mich beleidigt und so n Dreck. Hab sie erst nur stur angestarrt. Ne, hab ich nich eingesehn auf ihre dummen Fragen und Kommentaren zu antworten. Soll se doch verrecken.
Irgendwann hab ich dann jedenfalls zurückgeschrien weil sie mich endlich in Ruhe lassen sollte. Haben uns dann weiter angezofft, und ich war sehr stolz auf mich, weil ich mal nicht vor Wut weder vor Angst geweint habe. Haha.
Dann bin ich zu meiner Tür und sie stellt sich erstmal davor und verschränkt die Arme. Wankte n bisschen, was doof aussah & so. Guter Nachteil, man kann eine stockbesoffene nicht ernst nehmen wenn die da nur so rumnuschelt und irgendwo hinschielt und wankt. Sie verschränkt die Arme und frat mich wo ich denn hin will. Und ich antworte wieder nicht sondern sag nur sie soll verschwinden. Und dann kamen wieder dumme Kommentare und sowas, halt ihre hässliche kindische dumme Art, verstehst schon.
Ich hab sie auch irgendwie versucht rauszudrücken, wobei sie mich dann einfach weggeschubst hat. Haben weitergeschrien und ich hielt dann die Tüklinke fest und hab ihr immer wieder gesagt sie soll raus aus meinem Zimmer. Ist mein Recht allein sein zu dürfen und dass sie rausgeht. Dann kam sie natürlich damit, dass sie vieeeeeeeeeeel mehr Recht hätte. Und so typisch von ihr, ich hätte ja keine Ahnung vom Leben, weil sie is ja so um die 30 Jahre älter als ich, also hat sie natürlich mehr Ahnung. Zwischendurch kam dann auch sowas behindertes wie 'Ich liebe dich!' und blaaa, dann meinte ich immer, Is ja schön, sag mir das, wenn du nicht mehr besoffen bist und so. Dann kam wieder was dreckiges von ihr wie ich hätte ja keine Ahnung von Liebe. Du weißt doch gar nicht was Liebe ist. Daraufhin meinte ich: Nee, also kannst du auch verschwinden, weils mir ja egal ist ob du mich liebst und so. Irgendwie kam dann nochwas mit ich wär der Satan und ich soll in der Hölle schmoren. Und dann geht sie so ausn Zimmer, ich hab iwas genuschelt und will gerade die Tür zumachen, da stürmt die wieder rein und droht mir iwie mit den Zeigefinger und ihrer ich-putz-mir-nicht-die-Zähne und Bierfahne. Bah. Eklig.
Weitergeschreie, ich halte wieder die Türklinke fest, sie schreit ich soll die Tür auflassen, ich sage sie soll abhauen, sie sagt ich soll die Tür auflassen, ich sage sie ist auf, sie stemmt sich mit ihrem Körpergewicht gegen mienen Arm, um ihn von der Klinke zu bekommen, ich sage die Tür ist doch offen, sie stemmt weiter, ich sage immer noch sie ist doch offen, sie strampelt mit den Füßen und kriegts nich hin, ich schreie dass die Tür verdammt noch mal offen ist. Wieder Geschreie und so n Kack. Bringt ja eh nix, weil hauptsache sie hat Recht und ich Unrecht und Hauptsache ich halt mein Maul, aber weil ich das nicht tue mehr Geschreie. Und sie versteht irgendwie immer was anderes, als hätte sie Hallus oder sowas, droht mir mit Schläge blaaa, wie immer. Mh-hm fick dich?
Dann erstmal Ruhe. Dann kommt sie wieder tut ein auf Engel wie leid ihr das tut und ich soll ihr die Hand geben und die Entschudligung annehmen und ich sag nein, ich will nicht ihre Hand nehmen und sie sagt immer wieder ich soll sie nehmen, ich immer wieder dass ich sie nicht nehmen will, schon gar nicht wenn sie besoffen ist. Bringt ja eh nix und so. Dann schreit sie fast schon Nimm meine Hand! und ich sage vergiss es, weil ich das nicht will. Alter, was ist so schwer daran zu verstehen? Tja, hat sie nicht das was sie will, bin ich natürlich wieder n Arsch, also beleidigt oder droht die mir dann wieder und rauscht ausn Zimmer.
Danach immer wieder Wechselbad zwischen scheinheiliger Engel und Schlampe, wo sie auch irgendwann man Lyle niedergemacht udn lächerlich geredet hat, mit dieser Lästerstimme hach ich bin ja so toll. Hab meine Lyle hochhaus verteidigt und sie angeschrien sie soll ihr Maul halten und aus meinen Zimmer verschwinden.
Am nächsten Tag als ich von der Schule kam war sie schon wieder da drüben und als er Spazieren ging, meinte ich ich lass Sie nicht rein, wenn sie kommt. Er meinte, dass ich sie lieber reilassen sollte, sonst tritt sie die Tür ein. (Ach das kenn ich ja schon ..) Kaum war mein er weg, kam sie ins Haus, wank, wank.. Geht hoch, lacht abfällig so wie diese Schulkinder die sich über jmd lustig machen. Kommt dann runter, fragt wo er ist, ich sage spazieren sie lehnt sich misslungen lässig gegen die Wand, zündet sich ne Zigarette an. Sah scheiße aus, übrigens. Bringt nix cool sein zu wirken, wenn man stockbesoffen ist. Sollte man wissen, bevor man sich vollsaufen lässt.
Sagt sie geht wieder rüber und kommt wieder wenn er wieder da ist. Ich dance dann erstmal voll ab, dass sie wieder weg is. Also kp, wenn sie nicht da ist gehts mir so verdammt gut, eh. Alsou den Rest war ich eben in mein Zimmer und so.
Abends wollt ich dann aufs Klo, als ich dann vor der Tür stand hab ich schon an den Schritten gehört, dass da Sie drin war. Ich flüchte erstmal ins Wohnzimmer wo mein Erziehungsberechtigter gerade Fernseh guckt. Warte da und tu so als würde mich das Programm interessieren. Dann kam Sie aus dem Bad ins Wohnzimmer, fragt so übertrieben nett 'Schatz, kannst du mir Rühreier machen?' zu meinem Erziehungsberechtigten, dann sieht sie mich, sagt 'Hier stinkts' und ich geh an ihr vorbei. Sie meinte dann abfällig: 'Ne mir ist der Hunger vergangen'. ich bin dann eben hoch in mein Zimmer, und sie dann auch hoch und hat die Tür hinter sich zugeknallt und dann höre ich wieder sein Geschreie und so. Als es wieder ruhiger war geh ich noch mal runter, um iwas runterzubringen glaub ich, jedenfalls als ich unten war war Sie auch grad unten und dann sagt sie iwas abfälliges wieder und geht hoch und äfft iwas nach. Nein, nicht nach Sie macht sich so lustig über mich. Mit so na typischen Stimme wie Schuldkinder das immer machen, wenn sie jemanden nachäffen, zB eine Tussi 'Ahh, ich bin ja sooo tol *Wimperklimper* , nur sie hat halt iwas anderes gemacht, während sie wieder die Treppe hochstürmte. Er schreit ihr nach, sie soll mich in Ruhe lassen, und Du bist doch nicht ganz echt! und sie nur, so dumm wie sie schon immer war: Ne, DU bist nicht echt! Ähhh? Ja wenn sie meint. Ich gebe ihm Recht.
ich wäre gern wie duhuhu (habdibudibubao)
ich möchte gehn wie du (tschip)
stehn wie du (tschoop)
duhuhu (wibidibidi)
Kurz danach kam diese Schlampe allerdings hoch, wollte in mein Zimmer, schrie meinen Namen und wollte mich zwingen die Tür aufzumachen. Ich hab nichts dergleichen gemacht, stand da nur so. Die hats allerdings geschafft die Tür einzutreten und ich auf mich los und hat mal wieder sinnloses Zeug gelabert und mich beleidigt und so n Dreck. Hab sie erst nur stur angestarrt. Ne, hab ich nich eingesehn auf ihre dummen Fragen und Kommentaren zu antworten. Soll se doch verrecken.
Irgendwann hab ich dann jedenfalls zurückgeschrien weil sie mich endlich in Ruhe lassen sollte. Haben uns dann weiter angezofft, und ich war sehr stolz auf mich, weil ich mal nicht vor Wut weder vor Angst geweint habe. Haha.
Dann bin ich zu meiner Tür und sie stellt sich erstmal davor und verschränkt die Arme. Wankte n bisschen, was doof aussah & so. Guter Nachteil, man kann eine stockbesoffene nicht ernst nehmen wenn die da nur so rumnuschelt und irgendwo hinschielt und wankt. Sie verschränkt die Arme und frat mich wo ich denn hin will. Und ich antworte wieder nicht sondern sag nur sie soll verschwinden. Und dann kamen wieder dumme Kommentare und sowas, halt ihre hässliche kindische dumme Art, verstehst schon.
Ich hab sie auch irgendwie versucht rauszudrücken, wobei sie mich dann einfach weggeschubst hat. Haben weitergeschrien und ich hielt dann die Tüklinke fest und hab ihr immer wieder gesagt sie soll raus aus meinem Zimmer. Ist mein Recht allein sein zu dürfen und dass sie rausgeht. Dann kam sie natürlich damit, dass sie vieeeeeeeeeeel mehr Recht hätte. Und so typisch von ihr, ich hätte ja keine Ahnung vom Leben, weil sie is ja so um die 30 Jahre älter als ich, also hat sie natürlich mehr Ahnung. Zwischendurch kam dann auch sowas behindertes wie 'Ich liebe dich!' und blaaa, dann meinte ich immer, Is ja schön, sag mir das, wenn du nicht mehr besoffen bist und so. Dann kam wieder was dreckiges von ihr wie ich hätte ja keine Ahnung von Liebe. Du weißt doch gar nicht was Liebe ist. Daraufhin meinte ich: Nee, also kannst du auch verschwinden, weils mir ja egal ist ob du mich liebst und so. Irgendwie kam dann nochwas mit ich wär der Satan und ich soll in der Hölle schmoren. Und dann geht sie so ausn Zimmer, ich hab iwas genuschelt und will gerade die Tür zumachen, da stürmt die wieder rein und droht mir iwie mit den Zeigefinger und ihrer ich-putz-mir-nicht-die-Zähne und Bierfahne. Bah. Eklig.
Weitergeschreie, ich halte wieder die Türklinke fest, sie schreit ich soll die Tür auflassen, ich sage sie soll abhauen, sie sagt ich soll die Tür auflassen, ich sage sie ist auf, sie stemmt sich mit ihrem Körpergewicht gegen mienen Arm, um ihn von der Klinke zu bekommen, ich sage die Tür ist doch offen, sie stemmt weiter, ich sage immer noch sie ist doch offen, sie strampelt mit den Füßen und kriegts nich hin, ich schreie dass die Tür verdammt noch mal offen ist. Wieder Geschreie und so n Kack. Bringt ja eh nix, weil hauptsache sie hat Recht und ich Unrecht und Hauptsache ich halt mein Maul, aber weil ich das nicht tue mehr Geschreie. Und sie versteht irgendwie immer was anderes, als hätte sie Hallus oder sowas, droht mir mit Schläge blaaa, wie immer. Mh-hm fick dich?
Dann erstmal Ruhe. Dann kommt sie wieder tut ein auf Engel wie leid ihr das tut und ich soll ihr die Hand geben und die Entschudligung annehmen und ich sag nein, ich will nicht ihre Hand nehmen und sie sagt immer wieder ich soll sie nehmen, ich immer wieder dass ich sie nicht nehmen will, schon gar nicht wenn sie besoffen ist. Bringt ja eh nix und so. Dann schreit sie fast schon Nimm meine Hand! und ich sage vergiss es, weil ich das nicht will. Alter, was ist so schwer daran zu verstehen? Tja, hat sie nicht das was sie will, bin ich natürlich wieder n Arsch, also beleidigt oder droht die mir dann wieder und rauscht ausn Zimmer.
Danach immer wieder Wechselbad zwischen scheinheiliger Engel und Schlampe, wo sie auch irgendwann man Lyle niedergemacht udn lächerlich geredet hat, mit dieser Lästerstimme hach ich bin ja so toll. Hab meine Lyle hochhaus verteidigt und sie angeschrien sie soll ihr Maul halten und aus meinen Zimmer verschwinden.
Am nächsten Tag als ich von der Schule kam war sie schon wieder da drüben und als er Spazieren ging, meinte ich ich lass Sie nicht rein, wenn sie kommt. Er meinte, dass ich sie lieber reilassen sollte, sonst tritt sie die Tür ein. (Ach das kenn ich ja schon ..) Kaum war mein er weg, kam sie ins Haus, wank, wank.. Geht hoch, lacht abfällig so wie diese Schulkinder die sich über jmd lustig machen. Kommt dann runter, fragt wo er ist, ich sage spazieren sie lehnt sich misslungen lässig gegen die Wand, zündet sich ne Zigarette an. Sah scheiße aus, übrigens. Bringt nix cool sein zu wirken, wenn man stockbesoffen ist. Sollte man wissen, bevor man sich vollsaufen lässt.
Sagt sie geht wieder rüber und kommt wieder wenn er wieder da ist. Ich dance dann erstmal voll ab, dass sie wieder weg is. Also kp, wenn sie nicht da ist gehts mir so verdammt gut, eh. Alsou den Rest war ich eben in mein Zimmer und so.
Abends wollt ich dann aufs Klo, als ich dann vor der Tür stand hab ich schon an den Schritten gehört, dass da Sie drin war. Ich flüchte erstmal ins Wohnzimmer wo mein Erziehungsberechtigter gerade Fernseh guckt. Warte da und tu so als würde mich das Programm interessieren. Dann kam Sie aus dem Bad ins Wohnzimmer, fragt so übertrieben nett 'Schatz, kannst du mir Rühreier machen?' zu meinem Erziehungsberechtigten, dann sieht sie mich, sagt 'Hier stinkts' und ich geh an ihr vorbei. Sie meinte dann abfällig: 'Ne mir ist der Hunger vergangen'. ich bin dann eben hoch in mein Zimmer, und sie dann auch hoch und hat die Tür hinter sich zugeknallt und dann höre ich wieder sein Geschreie und so. Als es wieder ruhiger war geh ich noch mal runter, um iwas runterzubringen glaub ich, jedenfalls als ich unten war war Sie auch grad unten und dann sagt sie iwas abfälliges wieder und geht hoch und äfft iwas nach. Nein, nicht nach Sie macht sich so lustig über mich. Mit so na typischen Stimme wie Schuldkinder das immer machen, wenn sie jemanden nachäffen, zB eine Tussi 'Ahh, ich bin ja sooo tol *Wimperklimper* , nur sie hat halt iwas anderes gemacht, während sie wieder die Treppe hochstürmte. Er schreit ihr nach, sie soll mich in Ruhe lassen, und Du bist doch nicht ganz echt! und sie nur, so dumm wie sie schon immer war: Ne, DU bist nicht echt! Ähhh? Ja wenn sie meint. Ich gebe ihm Recht.
Samstag, 10. Dezember 2011
Samstag, 3. Dezember 2011
Lasst mich bloß nicht im Stich
Ich hatte die Tür einen Spalt breit geöffnet, um zu lauschen.
»Lass das doch«, hörte ich die Stimme meines Opas sagen.
»Ach, die steckt das doch locker weg« erwidert die Schlampe. Dann höre ich ihre Schritte auf der Treppe. Leise schließe ich die Tür, darauf bedacht sie nicht quietschen zu lassen. Dann tat ich so, als wolle ich meinen Hamster füttern. Am anderen Ende meines Zimmers öffnet sich abrupt die Tür.
»Hier, dein Fressen!« rief sie abfällig und wirft mir zwei Packungen Instantnudeln vor die Füße. Als sie wieder aus meinem Zimmer war, kickte ich sie mit dem Fuß fort.
Ich lauschte weiter, und hörte wie sie ins Zimmer meines Bruders ging. Es wunderte mich kein Stück, als sie ihn mit zuckersüßer Stimme ansprach. »So. Wir fahren jetzt. Bis nachher, wir bringen dir auch was mit.«
In meinen Gedanken lief der Song Blood on my Hands ununterbrochen ab, und ich war kurz davor nach der Spitze meines Zirkels zu greifen, um mich abzulenken.
Kurze Zeit später kam sie jedoch mit derselben Zuckersüßen Masche bei mir an. Sagt wie Leid es ihr doch tut, und dass sie soviel am Kopf hätte und wie scheiße meine Eltern doch sind, und das ich für ihre Ausbrüche nichts kann. Das alles war mir nicht neu. So war das ja immer. Dissen, beleidigen. Dann entschuldigen. Ich nehme das äußerlich einfach so an, aber eigentlich wünschte ich mir, sie wäre nie hier hergezogen. Ich hasse sie.
Wieder kam sie in mein Zimmer. »So wir sind jez weg. Bis nachher.« Sie streichelte meine Wange. »Und tut mir leid wegen vorhin. Ist mein Suchtdruck. Aber ich hab das im Griff. Lasst mich bloß nicht im Stich!« Sobald sie draußen war, wischte ich mir mit den Ärmel über meine Wange, um den Dreck wegzumachen.
»Lass das doch«, hörte ich die Stimme meines Opas sagen.
»Ach, die steckt das doch locker weg« erwidert die Schlampe. Dann höre ich ihre Schritte auf der Treppe. Leise schließe ich die Tür, darauf bedacht sie nicht quietschen zu lassen. Dann tat ich so, als wolle ich meinen Hamster füttern. Am anderen Ende meines Zimmers öffnet sich abrupt die Tür.
»Hier, dein Fressen!« rief sie abfällig und wirft mir zwei Packungen Instantnudeln vor die Füße. Als sie wieder aus meinem Zimmer war, kickte ich sie mit dem Fuß fort.
Ich lauschte weiter, und hörte wie sie ins Zimmer meines Bruders ging. Es wunderte mich kein Stück, als sie ihn mit zuckersüßer Stimme ansprach. »So. Wir fahren jetzt. Bis nachher, wir bringen dir auch was mit.«
In meinen Gedanken lief der Song Blood on my Hands ununterbrochen ab, und ich war kurz davor nach der Spitze meines Zirkels zu greifen, um mich abzulenken.
Kurze Zeit später kam sie jedoch mit derselben Zuckersüßen Masche bei mir an. Sagt wie Leid es ihr doch tut, und dass sie soviel am Kopf hätte und wie scheiße meine Eltern doch sind, und das ich für ihre Ausbrüche nichts kann. Das alles war mir nicht neu. So war das ja immer. Dissen, beleidigen. Dann entschuldigen. Ich nehme das äußerlich einfach so an, aber eigentlich wünschte ich mir, sie wäre nie hier hergezogen. Ich hasse sie.
Wieder kam sie in mein Zimmer. »So wir sind jez weg. Bis nachher.« Sie streichelte meine Wange. »Und tut mir leid wegen vorhin. Ist mein Suchtdruck. Aber ich hab das im Griff. Lasst mich bloß nicht im Stich!« Sobald sie draußen war, wischte ich mir mit den Ärmel über meine Wange, um den Dreck wegzumachen.
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