Sein faltiges, altes Gesicht spiegelt sich im Spiegel. Er schaut nicht auf, als ich ins Bad trete. Er wäscht sich die Hände, trocknet sie ab. Ich schlucke. "Opa, fährst du jetzt einkaufen?"
"Ja, wieso?" Er antwortet automatisch. In mir kriecht die Angst hoch.
"... darf ich mitfahren?", piepse ich.
Seine Wut kommt plötzlich. "Wieso willst du wieder mitfahren? Was willst du denn?!" In mir zieht sich was zusammen.
"Darf ich denn mitfahren ..?"
Und wieder. "WIESO? WAS WILLST DU DENN SCHON WIEDER ?!" Meine Augen brennen und meine Nase kribbelt. Ich will meine Zerschlagenheit, meine Verletzlichkeit zum Ausdruck bringen.
"Okay, dann nicht ..." Ich renne aus dem Bad in mein Zimmer. Möglichst leise, damit das Miststück nichts mitbekommt. Dieses Haus ist so voller Leere. Voller Unverständnis. Warum hast du nicht einfach Nein gesagt?
Heute graben sie ein Loch für mich, beschmutzen es mit Wörtern, die hineinpurzeln und für immer dort verweilen. Zeit verliert an Bedeutung.
Samstag, 24. März 2012
Freitag, 23. März 2012
Ich will
Ich will ...... vielleicht zu viel aber in jedem Fall: küssen! Ganz viel, ganz oft und fast überall. Ich möchte in den richtigen Momenten süß gefunden werden. Ich will nachts stundenlang spazierengehen, neben dir auf der Schaukel sitzen und die Sterne beobachten. Ich will solange gekitzelt werden bis ich keine Luft mehr bekomme und mit dir lachen bis uns die Tränen kommen. Ich will beim Frühstück unterm Tisch füßeln und wenn ich morgens aufwache als erstes dein Gesicht sehen. Ich möchte auffangen und aufgefangen werden. Ich will weinen können vor Glück und es soll im Bauch kribbeln, wenn es an der Tür klingelt und du bist es. Ich will mir Geschichten erzählen lassen, die einmal wahr werden und solche, die nur Spinnerei sind. Ich will, dass ich mich ohne dich nicht vollständig fühle, weil deine Nähe süchtig macht. Ich will auch wenn ich nicht bei dir sein kann wissen, dass ich bei dir bin. Ich will bis in den morgen reden, kuscheln und um jede Minute feilschen, die du bei mir bleibst und gewinnen! Ich will verregnete Sonntage mit dir im Bett verbringen, in meinem liebsten Kuschelpulli neben dir sitzen, warmen Vanillepudding essen und die Welt draußen vergessen können. Es soll sich richtig anfühlen, neben ihm aufzuwachen und einzuschlafen. Ich will mich in deinen Augen zuhause fühlen und du sollst der Mensch sein, dessen Hand ich halten möchte, wenn es mir schlecht geht. Ich möchte ständig grinsen müssen, weil es dich in meinem Leben gibt. Ich will deine fehlende Hälfte sein und dir bedenkenlos vertrauen können. Ich will neue Welten erfinden und dir vom Einkaufen deine Lieblingssachen mitbringen, Sommertage in deinen Armen auf einer Wiese verschlafen und nachts die Wünsche deiner Sternschnuppen an dich abgeben. Deine T-Shirts sollen auf der Wäscheleine zwischen meinen hängen und deine Stimme soll mir immer wieder Gänsehaut machen. Du sollst schonmal für mich mitbestellen, wenn ich noch nicht da bin und ich will dich "Schatz" nennen dürfen vor deinen Freunden, ohne dass dir das peinlich ist. Ich will dein Fels in der Brandung sein und von dir beschützt werden, wenn ich Angst habe. Ich will es manchmal gar nicht mehr abwarten können, dich endlich wieder in den Arm zu nehmen. Du sollst dein T-Shirt bei mir "vergessen" damit ich bis zum nächsten mal etwas habe, woran ich riechen kann...
She. 20:55
Weiste wie süß das ist, wenn du da umschlungen liegst und er sagt ' ich hör dein herz schlagen..'
Me 20:56 du machst mir Sehnsucht nach Liebe.
Samstag, 17. März 2012
Sie braucht Stoff zum pesten.
Egal was sie bei mir sieht, was sie von mir hört, was ich tue, was ich nicht tue, was ich trage, oder was ich ihr erzähle. Über alles kann sie pesten, und sei es das banalste.
Sie: "Das ist doch nicht normal mit den beiden unterschiedlichen Schuhen, so läuft doch niemand rum! Kauft sie sich extra zwei Schuhe dafür."
Er: "Ne, ihre Freundin hat sich die einen gekauft, und sie die anderen. Und dann haben sie den einen jeweils getauscht."
Sie: "Das ist doch nicht normal mit den beiden unterschiedlichen Schuhen, so läuft doch niemand rum! Kauft sie sich extra zwei Schuhe dafür."
Er: "Ne, ihre Freundin hat sich die einen gekauft, und sie die anderen. Und dann haben sie den einen jeweils getauscht."
Sie: "Ja trotzdem! Als würde ihre Freundin damit rumlaufen; ich hab noch nie jemanden gesehen mit verschiedenen Schuhen. So laufen vielleicht die in Hollywood rum. Daher hat sie das bestimmt auch. Hat sie einmal wo gesehen, muss sie gleich nachmachen. Oder wie sie neulich ankam >*Stimme nachäff* Ich hab ne zwei geschrieben< , sie soll mal von ihren hohen Ross runter!"
Hahhahahaaa, ist klar & so. 1. Das mit den unterschiedlich farbigen Schuhen war nicht mal meine Idee. Alex hatte mich darauf angesprochen und ich fand sie gut, und wir haben uns halt beide welche gekauft & getauscht. In Hollywood hab ich niemanden so rumrennen sehen, aber ich kenn schon einige die das so machen. Außerdem, du Miststück, du meintest doch selbst wär ja nicht schlecht, mach ich vielleicht auch mal, oder? & Vor ein paar Wochen habt ihr euch noch gefragt warum ich euch meine Noten nicht mehr sage. Tja, jetzt hab ichs mal und ihr seit immer noch nicht zufrieden oder was? Steig selbst von deinem hohen Ross runter!
Du kannst mich mal. Du suchst nach Lästerstoff, pickst jedes Wort einzeln herraus, verdrehst sie vielleicht noch ein wenig, ein bisschen Drama, ein bisschen frecher Unterton: Tadaa! Und schon kannste ablästern. Miststück. Schlampe. Hurentochter. Junkie, Alki, Missgeficke. Fahr einfach zur Hölle, so wie du es mir auch schon geraten hast.
Aber Erziehung bedeutet, auf ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft vorzubereiten - nicht halbwüchsige Kinder abzuschotten, als seien sie noch im Kindergartenalter.
Sonntag, 26. Februar 2012
Post an mich selbst.
Und dann erkannte ich: Sie sind intolerant und sehen in mir nur eine sture, freche, ... Person. Sie sehen nicht mich. Sie sehen die Gestalt, die sich in ihren Köpfen aus ihren selbsterdachten Antworten geformt hat.
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Donnerstag, 9. Februar 2012
Alkoholgestank.
Heute ist ein verschneiter ein trister ein scheiß Donnerstag.
Schule war in Ordnung, ich bin froh in Mathe nahezu alles zu verstehen. Ich hoffe ich schreib Montag eine Zwei in der Arbeit.
Nach der Schule, als ich Zuhause ankam, war nur mein Bruder da. Mein Erziehungsberechtigter und das Miststück haben unseren Besuch zum Bahnhof gebracht. Mein Bruder hat uns so Raviolis aus der Dose aufgewärmt.
Hab dann im Wohnzimmer Hausaufgaben gemacht. Ich liebe unser Wohnzimmer, wenn niemand anwesend ist. So schön ruhig. Dann hab ich Scrubs geguckt, bis sie wiederkamen. Bin in mein Zimmer geflüchtet. Sie war betrunken.Natürlich. Selbstverständlich. Irgendwann kam sie dann auch rein und hat mich mit ihrer Alkoholfahne zugelabert, und wollte dass ich ihre Entschuldigung annehme. Sie hat mich gestern am Kragen gepackt und sowas. Aggressivität. Hab sie nicht angenommen. Hab ihr auch gesagt wieso. Dass es keinen Sinn hätte, weil sie ja eh immer wieder so reagiert. Sie wollte reden. Hab wieder abgelehnt. Bringt nichts, da kommt nur Scheiße bei raus. Wenn ihr etwas nicht passt, dann heißt es ich diskutiere wieder. Und das gefällt ihr dann wohl nicht so. ... Irgendwann ist sie dann auch aus meinem Zimmer gegangen. Ich will sie nicht mehr hier haben.
Nach einer Stunde bin ich mit meinem Erzeihungsberechtigten in die Stadt gefahren, unterwegs haben wir uns über sie unterhalten. Was uns alles an ihr aufregt, was ihre Fehler sind. Und er hat mir erzählt, dass er ihr jetzt ein Ultimatum gestellt hat. Auch ihm reicht es jetzt.
Es macht Spaß wenn mein Erziehungsberechtigter und ich uns so gut verstehen. Er ist ein guter Mensch.
Später ist sie dann wieder rüber zum Alkoholikernachbarn. Mein Erziehungsberechtigter hat ihr gesagt sie sollte da nicht hin, er will das nicht mehr; ist schon klar wieso. Sie ist trotzdem rüber. Er tut mir leid. Er hat geweint. Er hält das nicht aus, was sie mit uns macht. Mit ihm.
Schule war in Ordnung, ich bin froh in Mathe nahezu alles zu verstehen. Ich hoffe ich schreib Montag eine Zwei in der Arbeit.
Nach der Schule, als ich Zuhause ankam, war nur mein Bruder da. Mein Erziehungsberechtigter und das Miststück haben unseren Besuch zum Bahnhof gebracht. Mein Bruder hat uns so Raviolis aus der Dose aufgewärmt.
Hab dann im Wohnzimmer Hausaufgaben gemacht. Ich liebe unser Wohnzimmer, wenn niemand anwesend ist. So schön ruhig. Dann hab ich Scrubs geguckt, bis sie wiederkamen. Bin in mein Zimmer geflüchtet. Sie war betrunken.
Nach einer Stunde bin ich mit meinem Erzeihungsberechtigten in die Stadt gefahren, unterwegs haben wir uns über sie unterhalten. Was uns alles an ihr aufregt, was ihre Fehler sind. Und er hat mir erzählt, dass er ihr jetzt ein Ultimatum gestellt hat. Auch ihm reicht es jetzt.
Es macht Spaß wenn mein Erziehungsberechtigter und ich uns so gut verstehen. Er ist ein guter Mensch.
Später ist sie dann wieder rüber zum Alkoholikernachbarn. Mein Erziehungsberechtigter hat ihr gesagt sie sollte da nicht hin, er will das nicht mehr; ist schon klar wieso. Sie ist trotzdem rüber. Er tut mir leid. Er hat geweint. Er hält das nicht aus, was sie mit uns macht. Mit ihm.
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